UV oder UV-C? Was es bedeutet und warum du es haben solltest!

Was ist der Unterschied zwischen UV und UV-C?

„UV“ ist die Bezeichnung für ultraviolette Strahlung. Dieser Strahlung sind wir täglich aufgrund der Sonneneinstrahlung ausgesetzt.

 

Das „C“ in UV-C gibt den Wellenlängenbereich an, bzw. grenzt diesen ein. Die UV-C Strahlung ist kurzwellig und im Bereich zwischen ca. 100 und 280 nm. Diese Strahlung ist u.a. für den „Sonnenbrand“ verantwortlich.

Wie können wir Teichbesitzer diese Strahlung positiv nutzen?

Diese gefährliche Eigenschaft der UV-C Strahlung können wir Teichbesitzer nutzen, um Schwebealgen und auch Krankheitserreger zu vernichten.

Hierfür werden UV-C Geräte (früher häufig als „Vorklärgerät“ bezeichnet) verwendet, die entweder im Wasserkreislauf oder als Tauchstrahler direkt im Filter verbaut werden.

 

Diese Geräte sind schon zu sehr günstigen Preisen im Handel erhältlich. Im Teich werden häufig günstige Geräte mit Kunststoffgehäuse verwendet. Für den Trinkwasserbereich oder den anspruchsvollen Teichbesitzer sind hochwertige Geräte mit Edelstahlgehäuse verfügbar.

Funktionsweise der UV-C Lampen

Wie bereits erwähnt, wird das UV-C Gerät i.d.R. im Wasserkreislauf oder direkt im Filter verbaut, damit ständig Wasser an der UV-Lampe vorbeigeführt wird.

Die Strahlung wird von der Alge absorbiert, was zur Zerstörung der inneren Algenstruktur führt.

 

Sind die Algen abgetötet, verklumpen diese und können so vom Filter abgebaut werden.

Welche weiteren Vorteile bieten dir UV-C Geräte?

Ein weiterer Vorteil ist, dass nahezu alle Krankheitserreger im Wasser, wie z.B. Bakterien und Viren abgetötet werden.

Die Bakterien und Viren können gegen die UV-Strahlung nicht resistent werden, wie es häufig bei Medikamenten der Fall ist.

 

Bitte beachte aber, dass die UV-Strahlung nicht zwischen nützlichen und schädlichen Bakterien unterscheidet. Daher sollte die UV-Anlage passend dimensioniert werden. Dazu aber später mehr.

Sollte immer eine UV-Anlage im Teich verbaut werden?

Meisst sind Gartenteiche künstlich angelegte Gewässer. Hier herrscht fast immer eine höhere Dichte an keimen, als an einem natürlichen Gewässer.

Das führt dazu, dass das Immunsystem der Teichfische ständig am Maximum läuft.

 

Durch den Einsatz von UV-C Geräten kann die Keim- und die Bakteriendichte gesenkt werden, was wiederum den Stress der Teichfische senkt.

Wie sollte das UV-C Gerät dimensionier werden?

Bei Handelsüblichen Geräten gibt er Hersteller häufig an, für welche Teichgröße das jeweilige Gerät geeignet ist.

Häufig herrscht auch die Meinung „Je mehr Leistung, umso besser“.

Aber Vorsicht! Die UV-Strahlung unterscheidet nicht zwischen nützlichen und schädlichen Bakterien.

Bei der Wahl der pasenden UV-Anlage sollte sowohl die Teichgröße , die Besatzart, die Besatzdichte und die Durchflussmenge berücksichtigt werden.

Ist die UV-Lampe zu schwach, dann ist auch die Wirkung zu gering. Ist die Lampe zu stark, werden auch die nützlichen Bakterien abgetötet.

 

Als Faustformel wird bei Koiteichen häufig 3-5 Watt pro m³ Teichwasser für ein optimales Teichwasser empfohlen.

Auf was sollte beim Kauf geachtet werden?

Die UV-C Lampe sollte durch ein Quarzglas vom Wasser getrennt sein.

Das Quarzglas ist ein Glas, was die UV-Strahlung nahezu ungehindert passieren lässt.

„Normales“ Glas und Kunststoffe sind ungeeignet.

 

Einige Geräte sind mit einer Reinigungsvorrichtung ausgestattet. Das ist aber nicht erforderlich, allerdings solltest du das Quarzglas dann regelmäßig manuell reinigen, da selbst die kleinsten Ablagerungen auf dem Quarzglas die Reinigungsleistung der UV-Lampe reduzieren.

Wie häufig sollte die UV-C Lampe gewechselt werden?

Die meißten Ersatzlampen haben eine Lebensdauer von ca. 8.000 bis 10:000 Stunden.

 

Das entspricht abzüglich der Wintermonate etwa ein Jahr. Um einen Überblick über den Lampenwechsel zu haben, solltest du am besten im Frühjahr die UV-Lampe wechseln.

Unsere Empfehlung

Da UV-C Geräte einen hohen Nutzen, bei zugleich geringem Preis haben, solltest du immer eine passende Ersatzlampe zu Hause haben, um bei einem Ausfall einer plötzlichen Algenblüte vorbeugen zu können.

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